Willkommen auf dem Blog der Initiative “Lern- und Gedenkort Hotel Silber” in Stuttgart. Dieser “Blog” ist begonnen Anfang März 2010 und ist ein Versuchsballon – mal sehen, ob er steigt! Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Meinung zur Diskussion um den geplanten Abriss der ehemaligen Stuttgarter Gestapozentrale bzw. deren Nutzung als Gedenk-, Lern und Forschungsort zur NS-Geschichte der Stadt Stuttgart beizutragen.
Stefan Behnisch, der mit seinem Architekturbüro den ersten Preis beim Wettbewerb um das “Quartier am Karlsplatz” gewonnen hat, meint zur ehemaligen Stuttgarter Gestapozentrale: „Dieses Haus ist kein Denkmal, die heutige Fassade hat mit dem alten Zustand nichts mehr zu tun. Wir reden hier also nicht über die Akropolis.“ (zitiert nach der Stuttgarter Zeitung vom 11. März 2010).
Die Authentizität des Gebäudes der ehemaligen Gestapozentrale in der Dorotheenstraße ist eine Tatsache. Dass das Haus und die Fassade starken Veränderungen unterworfen war, ist kein Grund, seine Existenz an sich zu opfern, zumal es ohne Not möglich wäre, das “Hotel Silber” in den preisgekrönten Entwurf zu integrieren. (Der Block des konzipierten Ministeriumsneubaus müsste dafür zum alten Waisenhaus hin das vorhandene Gebäude integrieren, siehe hier.)
Mit dem Vergleich zur Akropolis wird der Wunsch nach Erhalt des “Hotel Silber” ins Lächerliche gezogen, das ist wirklich schade, da wird Stefan Behnisch, der zu mehr Sachlichkeit aufruft, leider selbst etwas laut.
Zum geforderten NS-Dokumentationszentrum meint Herr Behnisch “zuerst müsste ein schlüssiges Konzept dafür her”, da hat er recht, und dazu kann gesagt werden, dass die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Initiative “Gedenkort Hotel Silber” bereits viel dazu gearbeitet haben. Leider stehen der Initiative keine hunderttausende von Euro zur Verfügung, wie das beim Architektenwettbewerb der Fall war! Stadt und Land sind da gefordert! Es gibt genügend Beispiele, an denen man sich orientieren kann, siehe z. B. das NS-DOK in Köln!
Letzte Beiträge